Leider ist Erblindung infolge von Zuckerkrankheit nicht selten – in Deutschland sind 6000 bis 10000 Menschen jährlich davon betroffen. Jedes Jahr wird bei bis zu 60000 Diabetikern ein diabetischer Netzhautschaden (Retinopathie) erstmals diagnostiziert. Zwar muss jeder Diabetiker regelmäßig den Arzt aufsuchen, um seine Laborwerte überprüfen zu lassen, doch nicht alle wissen Bescheid oder denken daran, sich eine Überweisung für die Untersuchung des Augenhintergrundes beim Augenarzt geben zu lassen. Hier sind deshalb besonders die Hausärzte gefragt, sie sollten darauf drängen, dass „ihre Diabetiker“ regelmäßig zum Augenarzt gehen.


Die wichtigste Devise, um das Fortschreiten des Sehverlustes aufzuhalten, lautet deshalb:


  • den Blutzuckerwert sowie alle vaskulären Risikofaktoren bestmöglich unter Kontrolle halten
  • Hilfe bei schwindendem Sehvermögen bringt in vielen Fällen eine Laserbehandlung oder Medikamenteninjektion, die möglichst rechtzeitig durchgeführt werden muss
  • Bei Komplikationen der Retinopathie wie einer Glaskörperblutung oder Netzhautablösung sind unter Umständen Augenoperationen notwendig

Häufige Fragen und Antworten


Wie oft sollte ein Diabetiker seine Augen untersuchen lassen ?

bei guter Stoffwechselsituation und subjektiv normalem Sehvermögen reicht jährlich eine Kontrolle (Sehschärfe, Augendruck, Augenhintergrund mit Pupillenerweiterung) bei bereits festgestellten, aber noch nicht behandlungsbedürftigen Veränderungen verkürzt sich das Kontrollintervall auf 3-6 Monate bei akuter Verschlechterung ist sofortige Abklärung erforderlich.


Wie erfolgt eine Laserbehandlung ?

vor einer Lasertherapie werden meist erst Fotos vom Augenhintergrund angefertigt, bei denen mittels Kontrastmitteleingabe in eine Armvene das Erkennen der diabetischen Veränderungen erleichtert wird.
Die Laserbehandlung erfolgt je nach Schweregrad der Erkrankung in mehreren Sitzungen, ist für den Patienten nicht belastend oder schmerzhaft, dauert ca. 10 Minuten und wird ambulant durchgeführt.